Um relevanten Traffic auf die eigene Website zu bekommen, schalten viele User bezahlte Werbeanzeigen im Suchnetzwerk. Dabei sind sie aber nicht die Einzigen, die bei bestimmten Keywords erscheinen wollen. Die Challenge im Suchnetzwerk lautet deshalb: „Wie schaffe ich es meine Klickraten zu optimieren?“ Wir zeigen dir wie.

In diesem Artikel erklären wir dir zuerst ein paar grundlegende Begriffe und zeigen dir dann einige einfache Optimierungen, die dir helfen mit deinen bezahlten Suchnetzwerk-Kampagnen mehr, bzw. relevantere Klicks zu erzielen.

Wenn du schon ein alter Hase bist und dir die Begriffe Suchnetzwerk, Keyword und Klickrate nicht fremd sind, kannst du direkt hier zu den Optimierungen springen.

Das Suchnetzwerk

Du brauchst mehr Informationen für eine bestimmte Idee, möchtest etwas nachschlagen oder auch einfach nur recherchieren? Welchen Kanal verwendest du dafür? Die meisten User nehmen ihr Smartphone, öffnen die Google-Suche und tippen den Begriff in das Suchfeld ein. Dort wird die gesuchte Information dann z.B. in Form von bezahlten Anzeigen dargestellt und die User kommen mit einem Klick direkt auf die entsprechende Website.

Im Suchnetzwerk (= Websites, bei denen suchbezogene Anzeigen ausgelöst werden) unterscheidet man zwischen organischen und bezahlten Anzeigen. Auf die organischen Anzeigen werden wir hier in diesem Artikel nicht eingehen. Der Fokus ist auf die bezahlte Anzeige gerichtet und wie du die User mit einem Klick auf deine Website bringen kannst.

Das Keyword

Im Suchnetzwerk gibt es einen Haupt-Faktor, nämlich das Keyword. Das Keyword stellt den Suchbegriff dar, bei dem deine Anzeige erscheinen soll, wenn jemand danach sucht. Das klingt doch eigentlich ziemlich einfach, kann aber zu Herausforderungen führen und braucht gezielte Optimierungen. Vor allem müssen die User auch auf deine Anzeige klicken.

Die Klickrate

Was sagt uns dabei eigentlich die Klickrate? Sie sagt uns, wie hoch die Anzahl der Klicks im Verhältnis zur Anzahl der insgesamt ausgelieferten Anzeigen (Impressions) ist. Sie wird somit in Prozent angegeben und lässt sich einfach ausrechnen, indem du (Anzahl der Klicks / Anzahl der Impressions) x 100 rechnest. Als Beispiel:  Dein Keyword “Hotel in Wien” wurde 100 Mal gesucht und 10 User haben einmal auf deine Anzeige geklickt. Das würde bedeuten, dass die Klickrate hier 10% beträgt. 

Wenn wir uns die Formel anschauen, merken wir, dass wir gezielte Faktoren steuern können, um eine bessere Klickrate zu bekommen. Unser Ziel muss es sein, auf der einen Seite dafür zu sorgen, dass die Anzeigen nur bei relevanten Suchbegriffen erscheinen. Auf der anderen Seite müssen wir die Anzeigen so attraktiv wie möglich gestalten, dass User klicken und auf die Website kommen.

Tipp: Viele User fragen sich oft, welche Klickrate ist denn gut? Das kann man leider nicht so pauschal beantworten – es ist auch immer eine Frage, ob man Keywords mit Markenbegriffen verwendet oder sehr allgemeine Keywords hat. Die Klickraten variieren auch sehr stark in den einzelnen Bereichen des Online-Marketings, d.h. die Klickrate eines Banners ist oft geringer als die einer Suchanzeige.
Eine gute Klickrate lässt sich vom Ziel der Kampagne ableiten – hast du eine Kampagne aufgesetzt, die deine Markenbekanntheit pushen soll oder möchtest du Traffic auf deiner Website haben. Mit diesem Ansatz kannst du dann einfacher sagen, ob die Kampagne anhand der Klicks so performt, wie du es geplant hast. 

Was kannst du tun, damit deine Klickrate besser wird?

1. Erstelle Anzeigen mit Relevanz zur Suche

Das Wort Relevanz hast du in diesem Zusammenhang bestimmt schon oft gehört, aber was ist damit gemeint? Je konkreter du deine Anzeige mit dem Suchbegriff abstimmst, umso wahrscheinlicher werden die User das Gefühl haben, dass sie mit dem Klicken auf deine Anzeige genau zu dem Inhalt gelangen, den sie gesucht haben.

In der Praxis bedeutet es, dass du deine Anzeigentitel und Beschreibungen an dem entsprechenden Keyword ausrichtest. Du kannst in Google Ads mehrere Titel und Beschreibungen hinzufügen, was wir dir nur stark empfehlen können.Dabei solltest du versuchen das Keyword so oft wie möglich zu verwenden (aber natürlich auch darauf achten, dass es stilistisch passt).

Beispiel: Wenn ein User nach “Hotel in Wien” sucht, dann sollte in einem der Anzeigentitel “Hotel in Wien” vorkommen und auch in deiner Anzeigenbeschreibung dieser Ausdruck eingebettet werden. 

2. Nutze die richtigen Keyword-Optionen

Bei Google Ads kannst du unterschiedliche Keyword-Optionen verwenden. Hier ist es sehr wichtig, dass du dir konkret überlegst, inwiefern du die Suchbegriffe eingrenzen möchtest.

Du kannst nämlich ein Keyword ganz allgemein verwenden und Google Ads wird auch bei Synonymen oder ähnlichen Suchanfragen deine Anzeige schalten. Das wiederum kann sich negativ auf deine Klickrate auswirken, da die Anzeige zahlreiche Auslieferungen (Impressions) haben kann, während die Anzahl der Klicks nicht steigt, da die Suchanfrage nicht relevant ist. Um die Wichtigkeit der Keyword-Optionen zu verdeutlichen, sehen wir uns ein Beispiel an:

Bleiben wir bei dem Keyword “Hotel in Wien”. Wenn du bei Google Ads nur das Keyword Hotel eingibst, kann die Anzeige auch bei Suchanfragen wie günstiges Hotel in Wien Umgebung, Hotel kaufen in Österreich, Hotel bewerten, etc. erscheinen. Das kommt daher, dass von Google standardmäßig eine weite Keyword-Option gewählt wurde und das System dein Keyword in der Suchanfrage feststellt.

Wenn du aber nur bei einer Suchanfrage wie “Hotel in Wien” erscheinen möchtest und keine weiteren Begriffe in der Suchanfrage sein sollen, dann musst du es in Google Ads entsprechend einstellen. Das würde folgendermaßen aussehen: [Hotel in Wien]. Mit diesem Ausdruck wird deine Anzeige nur bei exakt dieser Suchanfrage ausgespielt. 

Demnach kannst du deine Keywords genauer mit den Anzeigen abstimmen und vermeidest, dass du in zahlreichen Suchanfragen erscheinst. 

Tipp: Es gibt vier unterschiedliche Keyword-Optionen, die im Google Ads Support genauer diskutiert werden. 

3. Setze auszuschließende Keywords ein  

Nicht nur die Keyword-Option ist wichtig für das Kontrollieren der Impressions, sondern auch die Verwendung von auszuschließenden Keywords: Auszuschließende Keywords vermeiden, dass deine Anzeigen bei Verwendung gewisser Begriffe geschaltet werden. Es kann nämlich sein, dass dein Keyword in der Suchanfrage des Users vorkommt, aber auch noch weitere Begriffe hinzugefügt wurden.

Beispiel:

  • Dein Keyword ist weiterhin “Hotel in Wien”.
  • Der User sucht nach “Hotel in Wien kaufen”

Dein Keyword taucht in der Suchanfrage auf, allerdings wird der Suchanfrage mit dem Wort “kaufen” eine ganz andere Bedeutung gegeben. Du vermietest nur ein Zimmer und verkaufst nicht dein Hotel – das steht auch nicht so in deinem Anzeigentitel. Warum sollte nun der User auf deine Anzeige klicken, wenn er doch ein Hotel in Wien kaufen möchte?

Wenn du aber das Wort kaufen als auszuschließendes Keyword hinzufügst, wird deine Anzeige in diesem Fall nicht mehr erscheinen. 

4. Nutze Anzeigenerweiterungen

Um die Attraktivität deiner Anzeigen zu erhöhen, kannst du Anzeigenerweiterungen verwenden. Hier gibt es unterschiedliche Typen, die du verwenden kannst. Die beliebtesten Erweiterungen sind z.B. Sitelinks, Callouts, Preiserweiterungen, Standorterweiterungen und Anruferweiterungen. Diese Anzeigenerweiterungen werden zu deiner Textanzeige hinzugefügt und ergänzen sie mit wertvollen Informationen.

Beispiel: Der Anzeige mit dem Inhalt “Hotel in Wien” kann die Standorterweiterung hinzugefügt werden, sodass der User direkt sehen kann, wo sich dein Hotel befindet.
Mit der Anruferweiterung ermöglichst du dem User, dass er direkt auf deine Telefonnummer zugreifen kann.

All diese zusätzlichen Informationen, die du hier mitgibst, erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass die User auf deine Anzeige klicken. 

5. Daten, Daten, Daten

Deine Anzeige kann zwar bei der Suchanfrage erscheinen, aber wo genau erscheint sie? Auf der dritten Ergebnis-Seite oder als erstes Ergebnis auf der ersten Seite?

Das ist ein sehr wichtiger Aspekt, den viele vernachlässigen. Wenn du eine Kampagne in Google Ads geschaltet hast, dann füge bei den Anzeigen als Spalte “Impression (oberste Position) %” und “Impression (obere Position) %” hinzu. Diese Daten geben dir die Information, zu wieviel Prozent die Anzeige in der oberen, bzw. obersten Position erschienen ist.

User interagieren oft mit den ersten 3 – 4 Anzeigen auf der ersten Seite. Selten bewegt man sich bei den Suchergebnissen auf die nächsten Seiten – man würde eher den Suchbegriff ändern. Daher ist es umso wichtiger, dass die Anzeigen, wenn sie erscheinen, eine Top-Position erzielen. 

Fazit

Die Klickrate beschäftigt viele User, die Kampagnen im Suchnetzwerk schalten. Mit diesem Artikel soll gezeigt werden, dass mit Keyword-Optionen und mit auszuschließenden Keywords die Impressionen beeinflusst werden können. Die Anzeige soll ja nicht bei jeglichen Suchanfragen erscheinen, sondern nur bei relevanten. Mit Anzeigenerweiterungen und einer Relevanz zwischen Suchbegriff und Anzeigentext kann die Attraktivität der Anzeige erhöht werden. Ein User wird eher auf eine Anzeige klicken, die genügend Informationen und interessante Inhalte gibt, als eine Anzeige mit unklaren Inhalten. Vergiss auch nicht auf die Daten zu achten und zu verfolgen, wo deine Anzeigen positioniert werden.

Mit diesen Schritten kannst du aktiv die Klickraten deiner Anzeigen pushen, um den Traffic auf deine Website zu bekommen.

Avatar
Author

SEA und Affiliate Marketing Profi

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen